Deine Freiheit gibt es nicht

Du machst keinen Sinn, nur Geld

Aus dem Lebenslauf springen

Die Wünsche der Wirtschaft sind unantastbar

Wer bestimmt, wer der Gewinner ist ?

Gegen ein Leben von der Stange

Geld oder Leben

Verbreitet es und setzt Zeichen in die Welt.
GELDODERLEBEN


62 Antworten auf „“


  1. 1 Moritz 05. Mai 2007 um 13:14 Uhr

    leider reicht mir eure beschreibung nicht aus um zu euch zu finden. ich würde mich aber sehr gerne mal mit euch austauschen.
    warum stehen hier nicht eure namen? warum steht eine anonymisierte unterschrift unter euer tat? falls ich eine email bekomme: woher weiß ich, dass ihr authentisch seid?
    ich denke dass eure tat sehr groß ist – aber im moment seid ihr evtl. dabei euch selbst und euere überzeugungen/ideen zu verraten.

    http://www.readers-edition.de/2007/05/05/der-sinn-des-reichstags/
    http://www.notizen-eines-einzelgaengers.de

  2. 2 Geld oder Leben 05. Mai 2007 um 16:55 Uhr

    Schriftlicher Austausch: geldoderleben2@yahoo.de
    Persönlicher Austausch: Volleyballfeld TU, 19:30 Uhr.

  3. 3 el 05. Mai 2007 um 20:30 Uhr

    moritz, was bist du den fuer ein vogel?

    naja ein produktiver beitrag noch: ein schuss holzleim in den tapetenkleister erhoeht die klebekraft massgeblich, viel spass beim postern allerseits.

  4. 4 Moritz 06. Mai 2007 um 3:00 Uhr

    kann ein wurm vögel erkennen? oder überhaupt vom fliegen träumen? um auf eine ansatzweise metahphorische art und weise wieder auf das thema des blogs zurück zu weisen…

  5. 5 Angelika Nöske 06. Mai 2007 um 10:14 Uhr

    Hi,

    Ihr solltet eine politische Partei (o.ä.) gründen. Ziele:

    1. Herbeiführung einer strikten Entlobbyisierung des Bundestages und der Politikl allg.

    2. Konsequente Beachtung und praktische Einforderung der Eigentumsverpflichtung im Sinne des GG.

    2. Weitestgehende Herbeiführung einer direktdemokratischen Volksabstimmungs-Demokratie!

    Greeze… (*:

  6. 6 blub² 06. Mai 2007 um 16:19 Uhr

    Erst einmal von mir auch ein großes Lob!

    ---

    Ich denke nicht, dass die Gründung einer Partei besonders hilfreich wäre. Das haben schon viele versucht. Sobald man eine politische Idee durch eine Partei verkörpert, verliert sie doch schon wieder ihren Rahmen etwas neues zu sein. Natürlich würde eine Partei auch in das Bild einer demokratischeren Demokratie passen, jedoch sind kleine, mittellose Parteien wahrscheinlich noch leichter zu denuzieren, als Autonome.
    Partei = nichts.
    Partei Geld = Erfolg.

    Meiner Meinung nach ist es wichtig, mit allen Mitteln den genannten öffentlichen Diskurs und eine Information der Menschen zu erzwingen. Eine Anregung wäre vielleicht ein online-Forum, in dem Ideen gesammelt werden. In den unstrukturierten Kommentaren von Blogs gehen solche Ideen leicht unter. Zusätzlich sollten die real-live-Treffen ausgebaut werden.

  7. 7 marvin 06. Mai 2007 um 18:11 Uhr

    Kann mich dem blub² nur anschließen:
    Ein Forum wäre große Klasse, nicht jeder wohnt in Berlin.

  8. 8 deshalb 07. Mai 2007 um 0:52 Uhr

    Einigkeit und Recht und Sicherheit…

    … Stahdort Standort über alles…

  9. 9 nicnicnock 07. Mai 2007 um 17:24 Uhr

    Was für eine phantastische Aktion!!! Ein Hoffnungschimmer am Horizont. Aber Angelikas Idee eine Partie zu gründen ist betrüblicherweise wahrscheinlich wenig hilfreich. Man hat an den Grünen gesehen, was von guten, linken und ökologischen Ideen beim Marsch durch die Instanzen übrig bleibt. Ein, bis auf wenige Ausnahmen wie z.B. Ströbele neoliberaler Haufen mit fettem Dienstwagen, die sich soweit von ihren einstigen Ideen entfernt haben, dass es einen graust. Also, Partei gründen hilft nix.

    Andereseits scheint es, dass die Aktionen und Bemühungen von Organisatione wie Attack auch nicht zu wesentlichen Veränderungen führen. Also, APO hilft nix.

    Mich frustriert das ziemlich und ich fühle mich eher hoffnungslos. Glaubt ihr, wir werden uns noch mal aus den Klauen der Wirtschft und ihrer Lobbyisten und des internationalen Kapitals befreien können?
    Was ist Eure Idee? Geht´s weiter? Wie geht´s weiter?

  10. 10 max mustermann 07. Mai 2007 um 17:42 Uhr

    Super Aktion, die Mut macht! Zwar wurde die Aktion von vielen Medien ignoriert, aber es ist genug durchgekommen! Ihr habt mich dazu gebracht wieder selber Aktionen zu starten (leider nicht so schöne wie eure, aber ich hoffe sie bringen trotzdem etwas)! Weiter so!

    Darf ich euren obigen Eintrag so verstehen, dass wir eure (übrigens unglaublich passenden) Sprüche verbreiten dürfen? Will mich nur absichern, schließlich will/kann man kein Trittbrettfahrer sein! ;-)

    Ich freu mich auf die nächste Aktion!

    liebe grüße

  11. 11 Geld oder Leben 08. Mai 2007 um 16:47 Uhr

    Guten Tag,
    ja, ihr duerft gerne unsere Sprueche benutzen.
    Seid kreativ und viele. Dann erreichen wir was.

    Geld oder Leben

  12. 12 Bert 09. Mai 2007 um 18:04 Uhr

    Man wat seid Ihr denn für Schwachköpfe???????

  13. 13 Tyler Durden 09. Mai 2007 um 20:34 Uhr

    Ich müsst das hier größer aufziehen, wir brauchen sowas wie „Projekt Mayhem“ in Deutschland…

    Tyler Durden:
    Mann, ich sehe in Deutschland die stärksten und cleversten Männer, die es jemals gab. Ich sehe soviel Potential, wie es vergeudet wird. Herrgott noch mal, eine ganze Generation zapft Benzin… Räumt Tische ab… Schuftet als Schreibtisch-Sklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen Jobs, die wir hassen, kaufen dann Scheiße, die wir nicht brauchen. Wir sind die Zweitgeborenen der Geschichte, Leute – Männer ohne Zweck, ohne Ziel. Wir haben keinen großen Krieg, Keine große Depression. Unser großer Krieg ist ein Spiritueller. Unsere große Depression ist unser Leben. Wir wurden durch das Fernsehen aufgezogen in dem Glauben, dass wir alle irgendwann mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars… Werden wir aber nicht. Und das wird uns langsam klar. Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.

  14. 14 Analyser 10. Mai 2007 um 0:59 Uhr

    Die Lebenslüge der Linken: Die angebliche Ausbeutung der Armen durch die Industriesstaaten. Würden diese Staaten Ihren Konsum aussetzen, ihren Handel einstellen, würde es die größte Armut- und Hungersnot der Weltgeschicht geben. Armut und Hunger sind durch Kriege, fehlender Demokratie, fehlender Marktwirtschaft erklärbar. Dies zu ändern, ist eine Frage, die grundsätzlich die Souveränitätsrechte der betroffenen Länder berührt. Letztlich ist jedes Land für sein Wohlergehen verantwortlich. Es sei denn, der Westen möchte sich als Weltpolizist verstehen und zurückgebliebene Länder erobern, um diese zu reformieren. Aber das kann keiner wollen, der Krieg verachtet.

    Und so bleiben die frommen Wünsch nach Abschaffung der Armut popullistisches Geschwätz, solange nicht Vorschläge auf den Tisch kommen, die Strukturen in den betroffenen Ländern zu ändern, ihnen Demokratie, Marktwirtschaft und Frieden beizubringen.

    Schon die Kommunisten haben in der Ukraine, in China und anderen Ländern Millionen Tote hinterlassen durch ihre Zwangskollektivierungen der Landwirtschaft und ihren absolutistischen, krankhaften Wahn, die Menschheit zwangsweise ins Glück zu führen, indem der Klassenkrieg ausgerufen wird, in dem neue Untermensch der Unternehmer ist.

    Kapitalismus, der Begriff, den Marx erfunden hat, um seiner totalitären Ideologie eine vermeintlich andere als Feindbild entgegenzusetzen, gehört nicht abgeschafft, sondern im Kontext der Geschichte eingeordnet – als Phantombegriff. Es gibt keinen Kapitalismus, also den totalen Markt, auf der Welt, überall mischt sich der Staat mit sozialen Maßnahmen zu mindestens 30% in den Wirtschaftskreislauf ein.

    Unreflektierte „Kapitalismus“-Kritiker stehen in der Tradition von Marx, und damit in der Tradition einer der menschenverachtendesten Ideologien der 20. Jahrhunderts. Sie stehen in der Tradition von Gewalt als Lösung politischer Meinungsverschiedenheit, denn Marx hat das Gewaltprinzip in seinem kommunistischen Manifest festgelegt -„Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, dass ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnungen.“

    Der Kommunismus hat nach Schätzungen weltweit 100 Mio. Tote gekostet. Es ist Zeit, sich davon zu distanzieren, wer Neonazis kritisiert, die aus Mein Kampf zitieren, sollte mit Anleihen aus dem kommunistischen Manifest vorsichtig sein.

  15. 15 zeank 10. Mai 2007 um 10:21 Uhr

    Dem Herrn Analyzer möchte ich mal eine echte Analyse zur selben Frage entgegenhalten (diesmal von achso-schlimmen Kommunisten, die wenigstens in der Lage sind, sich ein Bild dessen zu machen, worüber sie reden wollen, anstatt nur mit Glaubensfragen und unsachlicher Propaganda zu kontern):
    http://www.gegenstandpunkt.com/gs/03/4/larmut.htm

  16. 16 Bert B. 10. Mai 2007 um 12:26 Uhr

    Zu Analysers steilen Thesen, die praktisch weitgehend argumentlos über die Runden zu kommen meinen und einrucksvoll musterhaft für Mmainstream-Denken hierzulande stehen, hat sich schon ein Freund des GegenStandpunkts (Das geprüfte Argument) zu einer Entgegeung aufgerafft:

    Dieser Allgemeinplatz geistert nicht nur im Internet, sondern auch in der Presse und Geisteswissenschaft herum. Eine Begründung für diese steile These findet man nur selten…klar, sonst wäre es auch kein Allgemeinplatz.

    Geht man der Aussage allerdings einmal auf den Grund, lässt sich schnell feststellen, dass sie nicht haltbar ist, zumindest hinsichtlich der Behauptung, Armut hätte ihre Ursache in mangelnder Demokratie bzw. Durchsetzung von Marktwirtschaft. Wenn man Armut und Hunger als eine elende Existenz trotz der Tatsache von vorhandenem Reichtum und Essen begreift, dann ist der Schluss, das habe mit fehlender Demokratie und Marktwirtschaft zu tun, schon allein deswegen unzulässig, weil die Inhalte der angeführten Gegenstände, derer es bedarf, gar nicht geeignet sind, Armut und Hunger zu beseitigen.

    Demokratie: eine Form politischer Herrschaft, in der die Zusammensetzung der herrschenden Figuren durch Wahlen bestimmt wird. Was diese Figuren dann bestimmen, welchen Inhalt sie ihren wählenden Untertanen aufherrschen, ist durch die Wahl gar nicht gesagt.

    Marktwirtschaft: ist dann genau das, was den Untertanen als Ökonomie aufgeherrschaft wird. Aber auch diese Ökonomie taugt nicht, die genannte Armut abzuschaffen. Ihr Herzstück ist das Privateigentum, also gerade der organisierte Ausschluss sehr vieler Menschen sowohl von den Gütern des täglichen Bedarfs, also auch von den Mitteln diese herzustellen. Wenn also ein Privateigentümer mit viel Land sagt, dass er dieses nicht für Lebensmittel bewirtschaften will oder ein Vermieter, dass er seine Häuser nicht vermietet, weil sich diese Geschäfte nicht lohnen, dann bedeutet das für diejenigen, die kein Land oder keine Häuser haben, eine ziemlich elende, arme Situation. Aber selbst wenn die Privateigentümer an Land und Produktionsmitteln diejenigen, die darüber nicht verfügen, bei sich anstellen und entlohnen, dann ist deren Zweck nicht, sie mit dem Lohn reich zu machen, sondern gerade so viel von dem Gewinn, den sie erwirtschaften wollen, abzuzwacken, dass eben dieser Zweck, Gewinne machen, so wenig wie möglich angetastet wird. Daraus folgt, dass ein Lohn – im Verhältnis zu dem vorhandenen Reichtum – notwendig ein Lebensmittel ist, welches nicht abschafft, sondern fortsetzt.

    Armut und Hunger beseitigt man hingegen ganz einfach: Indem man den Armen, Hungernden die Dinge des täglichen Gebrauchs und das Essen in die Hand drückt. Aber dagegen haben Demokraten und Martkwirtschaftler was; vor allem Gewaltmittel…

  17. 17 Tyler Durden 10. Mai 2007 um 13:26 Uhr
  18. 18 Gladio 10. Mai 2007 um 16:35 Uhr

    @Analyser

    Wohl kaum ein Linker will den Stalinismus oder die alte DDR zurück. Mit echtem Sozialismus oder Kommunismus hatte das nicht zu tun, sondern war nur ein Etiket das sich Diktaturen ans Revert geheftet haben.
    Ist jetzt die Demokratie gescheitert, weil sich die DDR „demokratisch“ genannt hat?

    Die bisherigen Versuche sind zwar gescheitert aber die Idee lebt weiter, einfach weil Gerechtigkeit ein Grundbedürfnis der menschlichen Seele zu sein scheint.

    Mit ihrer Argumentation könnte man übrigens auch gegen die Kirche vorgehen, unendliches Leid hat sie im Mittelalter angerichtet.

  19. 19 Analyser 10. Mai 2007 um 16:58 Uhr

    Die Welthungerhilfe nennt als Ursachen für Hunger in den Entwicklungsländern u.a.
    - Demokratiedefizite
    - Misswirtschaft
    - Korruption
    - Kriege
    - mangelnde Infraktstruktur
    - Handelshemmnisse

    Wir brauchen mehr Markt, nicht weniger Markt, mehr Demokratie, nicht mehr Kommunismus. Eines der größten Hemmnisse für das Fortkommen vieler von der Agrarwirtschaft abhängigen Entwicklungsländer sind massive Handelsbarrieren der EU oder der USA. Wir schotten unsere Märkte gegen Importe aus anderen Kontinenten ab und subventionen unsere Bauern seit Jahrzehnten massiv.

    Man kann solche Handeshürden mit wirtschaftlicher Autonomie und Schutz der Landwirtschaft verteidigen, wer allerdings die Chancen für arme Länder verbessern will, am weltweiten Handel teilnehmen zu können, der muss für mehr echten Markt plädieren, nicht weniger davon. Alles andere wäre schizophren.

    Und schon gar nicht für Kommunismus oder ähnliche Konstrukte, die durch die damit zwingend verknüpfte Plan- und Zentralwirtschaft die Produktivität, die Vorratshaltung und das Wachstum einer Volkswirtschaft und damit Wohlstand erst recht vernichten.

    Noch heute verklären manche Menschen die massive Zahl von Hungerstoten in Äthiopien in den 80er Jahren als allein dramatisches Naturereignis. Dabei herrschte in Äthiopien ein kommunistisches Militärregime, das neben Hunger als Bestrafungsmittel die Nahrungsversorgung zusammenbrechen ließ. Vergleichbare Dürren in demokratisch-marktwirtschaftlichen Staaten wie z.B. Australien in den 90er Jahren forderten so gut wie keine Hungerstoten.

    Es gibt kein Land auf der Welt, das über demokratische-marktwirtschaftliche Strukturen verfügte, und jemals eine nenneswerte Anzahl von Hungerstoten zu beklagen hatte.

    Dagegen sprechen die summiert Abermillionen Hungerstoten in der Ukraine, Kambodscha, China, Nordkorea und anderen Derivaten kommunistischer Gewaltherrschaft eine deutliche Sprache.

    Wie kann mah hier also in stupide „Kapitalismus“-Kritik einstimmen, wenn man nicht gerade eine ideologische Gehirnwäsche hinter sich hat und mit Marx und Engels unter dem Kopfkissen schläft?

    Zumal das kommunistische Manifest von Marx darauf hinweist, dass Gewalt zum Wesensmerkmal kommunistischer Prinzipien gehört. Wenn die Grundlage einer Ideologie Gewalt ist, dann wird auch die praktische Ausführung Gewalt erfordern, und wer nur mit Gewalt eine Gesellschaft umformen kann und will, der benötigt sie auch, um die Gesellschaft in den Schranken zu halten, die durch den gewaltsamen Umsturz aufgestellt wurden. Denn noch nie hat eine Mehrheit eines Volkes den freien Tauschhandel, den Markt und das Eigentumsprinzip abgewählt. Dies gelang historisch gesehen nur durch Zwang.

    Kein Wunder also, dass linksradikale Gruppierungen um den G8-Gipfel terroristische Strukturen entwickeln, die RAF hat es vorgemacht.

    Dabei gibt es durchaus Gründe, die Wirtschaftspolitik der G8-Staaten zu kritisieren, auf dringende Umweltprobleme hinzuweisen oder Demokratisierungsprozesse zu fördern und auch in Deutschlands zu optimieren, da die direkte Demokratie hierzulande immer noch unterentwickelt ist.

    Doch wer sich auf den typischen Anti-G8-Seiten umsieht, muss leider entdecken, dass kommunistische Sympathisanten die Szene unterwandert haben. „Klasse ist durch Klassenkampf bestimmt“ ist etwa auf g8-2007.de zu lesen, „make capitalism history“ und der Wunsch nach „globaler Rebellion.“ – der kommunistische Jargon verrät, dass es nicht um das aufrichtige Vorhaben geht, das Wohlergehen aller Menschen der Welt zu steigern, sondern um den Versuch die Kritiker an gesellschaftlichen Problemen ideologisch zu infizieren, ihr nobles Bestreben also letztlich zu missbrauchen.

  20. 20 Analyser 10. Mai 2007 um 17:06 Uhr

    @Gladio:

    Auch die verschiedenen Ausprägungen des Kommunismus können nicht über die wesentlichen Gemeinsamkeiten hinwegtäuschen. Der Stalinismus ist wie der Marxismus oder Trotzkismus lediglich eine Spielart des Kommunismus, die die ihm innewohnende Forderung nach Gewalt und Umsturz ledigich besonders deutlich in eine politische, kontinuierliche Praxis umgesetzt hat.

    Trotz aller expliziten Hinweise existiert weiterhin die Gefahr der Verharmlosung des Kommunismus als „gute Idee, die schlecht umgesetzt wurde“. Und die Tendenz, den Begriff als Opfer politischen Missbrauchs zu stilisieren (ähnlich wie einige Radikale den „Nationalsozialismus“ als Namensgeber missbraucht sehen.) Dabei wird insbesondere das Gewaltprinzip unterschätzt.

    Historiker wie Horst Möller, Gunnar Heinsohn oder Heinrich August Winkler weisen auf die Verantwortung des Kommunismus für Völkermorde hin. Winkler hat sehr schön ausgeführt: „Da werden alle möglichen mildernden, angeblich mildernden Umstände ins Feld geführt zum Beispiel der Kommunismus habe doch das Beste gewollt und der Nationalsozialismus von Anfang an das Böse, als ob gute Absichten, die für einen Menschenmord größten Stils geltend gemacht werden, als mildernde Umstände wirken könnten, als ob intellektuelles Niveau oder gar Dialektik in der Rechtfertigung von Verbrechen zu einer Art Freifahrtschein für Verbrechen werden können.“

    Der Einwand, dass Ideologien lediglich durch Anführer „missbraucht“ werden, findet man sowohl auf der Seite der Verteidiger der nationalsozialistischen Ideologie als auch der kommunistischen. Beide führen bei passender Gelegenheit gerne an, dass auch die Demokratie als Begriff missbraucht werde. Doch dieses Argument überzeugt nicht. Denn für die Demokratie lassen sich mehrheitlich Beispiele finden, in denen sie nicht missbraucht wurde, sondern tatsächlicher Bestandteil der politischen Kultur wurde. Der Kommunismus hingegen hat es noch nie geschafft, sich irgendwo auf der Welt ohne Terror/Gewalt durchzusetzen und anschließend ohne Unterdrückung, Repressionen und Verletzung der Menschenrechte zu bestehen. Das Gleiche gilt für den Faschismus/Nationalsozialismus.

    Daher ist der Kommunismus bereits als Idee schlecht, menschenverachtend und liefert zudem durch den zentralistisch bedingten Ansatz eine höchst ineffektive ökonomische Informationsallokation, die einen breiten Wohlstandsverfall vorprogrammiert. Auch der Zentralismus ist zwingend, da es bei Unterdrückung des Gewinnstrebens der Marktteilnehmer der Steuerung durch den Staat bedarf und die Hierachie kommunistischer Führung in die Überwachung und Koordinierung jeglicher volkswirtschaftlicher Aktivitäten mündet, die einen Plan, die Planwirtschaft, erfordert. Selbst das ureigenste Ziel, die materielle Gleichheit der Bürger, hat der Kommunismus nicht erreicht. Nach Untersuchungen war die Wohlstandsschere in der UDSSR gemessen am Gini-Koeffizienten in den 70er/80er Jahren sogar größer als in Italien.

    Der bekannte Liedersänger und Bürgerrechtler Wolf Biermann, der in Kürze Ehrenbürger der Stadt Berlin wird, seinen kommunistischen Vater im KZ verlor und selbst früher kommunistisch orientiert war, wies in einem Interview darauf hin, dass er seine Loslösung vom Kommunismus nicht nur aus den Fehlschlägen der politischen Praxis motivierte, sondern auch die oben genannte Verklärung scharf ablehnt:

    „Ich brauchte dann doch noch mal einen Anlauf, um zu begreifen, dass die Hoffnung auf dieses Paradies, egal ob man es Kommunismus nennt, oder Käsetorte, selbst schon in die Irre führt. Und in die Irre heißt in die Hölle.“

  21. 21 zeank 10. Mai 2007 um 18:10 Uhr

    @Analyzer: Viel Text produzieren kannst Du offenbar, das haben wir jetzt gelernt. Sonst aber leider nicht viel. Geh doch mal auf die Kritik ein, die an dem von Dir Gesagten vorgebracht wurde anstatt wieder und wieder die alte Leier vom Wohl, das der Kapitalismus der Welt bringt, vorzusingen.
    Ein zu wenig an Markt soll es sein, das die Menschen Hungern lässt? Es ist eben grade die Tatsache, dass da ein Markt ist und über den der Zugang zu lebensnotwendigen Gütern geregelt ist. Die Waren sind da, einzig das Tauschmittel fehlte den 30.000 Menschen, die heute wieder verhungert sind, in dieser kapitalistischen Welt und das obwohl genug zu Essen da wäre.
    Markt bedeutet erst einmal AUSSCHLUSS. Sonst wäre es ja ein Selbstbedienungsladen in dem sich jeder nehmen könnte, was er zum Leben braucht. Nur wer Waren, die gefragt sind, oder Geld mitbringt, kann an einem Markt partizipieren. Es ist doch nicht so, als würde Menschen in der 3. Welt dieser Markt oder der Zugang dazu fehlen. Sie haben kein Geld, ihre Waren sind nicht gefragt oder nichts wert und ihre Arbeitskraft braucht auch keine Sau. Das ist ihr Elend.
    Und wenn zu wenig Frieden der Einwand ist: Ja wo kommt das denn her, dass überall und allenortes Krieg geführt wird? Man kann doch nicht einfach hergehen und mehr Frieden fordern, wenn man sich gar nicht dafür interessiert, wie es überhaupt soweit kommen konnte. In einer nach kapitalistischen Prinzipien eingerichteten Welt geht es darum die Macht zu haben seine Interessen gegen die der anderen durchzusetzen (mein Profit, nicht Deiner, mein Überleben, nicht Deins). Und wenn das eben nicht billiger zu haben ist, dann wird halt Krieg geführt.

  22. 22 Analyser 10. Mai 2007 um 18:32 Uhr

    zeank, ich bin durchaus auf die Replikten eingegangen, du hast jetzt die Chance, ebenso auf alles einzugehen.

    Markt bedeutet erst einmal TEILNAHME. Tausche Leistung in Gegenleistung, Produkt in Gegenprodukt, Arbeitsleistung in Geld oder Gold, Geld oder Gold in Arbeitsleistung.

    Und jeder Mensch kann und wird teilnehmen, solange er zum Arbeiten, Tauschen, Handeln in der Lage ist. Ist er dies nicht, weil er krank ist, oder in Ausbildung, so versorgt ihn die Familie oder der Staat über seine Sozialsysteme. Das unterscheidet uns vom rein theoretischen Konstrukt „Kapitalismus“.

    Wenn Menschen davon ausgeschlossen werden, dann nicht weil sie arm sind. Deutschland und auch andere Länder haben nach 1945 bei praktisch Null angefangen, nach dieser Logik müssten wir heute alle hungern.

    Sie werden davon ausgeschlossen, weil ihnen korrupte Herrscher ihr letztes Hemd wegnehmen, weil es künstliche Handlesbarrieren gibt, weil kommunistische Verbrecher ihnen ihr Eigentum wegnehmen (wobei ihnen vorher versprochen wurde, dass es nur die „Großen“ trifft, was natürlich Propaganda war, wie die Geschichte gezeigt hat).

    Sie werden davon ausgeschlossen, weil Krieg herrscht, Diktatur oder beides.

    Aber sie werden ganz sicher nicht davon ausgeschlossen, weil andere Menschen auf der Welt auch handeln. Zu handeln, zu wirtschaften und zu tauschen ist eine natürliche Folge der Bedürfnisbefriedigung, auf die Menschen Wert legen. Dies mit Gewalt verbieten zu wollen, bedeutet dem Menschen seine Würde zu nehmen. Daher wurde die kommunistische Partei auch in den 50er Jahren vom Verfassungsgericht verboten.

    Ich finde es unerträglich, dass hier und in anderen Blogs unter dem Deckmantel der Armutskritik eine Ideologie schöngeredet wird, die dutzende Millionen Morde auf dem Gewissen hat, und unreflektiert deren Klassenkrieg-Jargon übernommen wird.

  23. 23 zeank 10. Mai 2007 um 19:48 Uhr

    Teilnahme? Soso. Das Problem ist, dass Du verheimlichst, dass die Teilnahme an dem Spielchen, so es dann mal etabliert ist, nicht so ganz freiwillig ist. Denn wer nicht teilnehmen will und sich die Waren einfach nimmt, die er zum Leben braucht, oder auf dem Feld vor seinem Haus anbaut, der landet schneller im Knast als er kucken kann. Was Du hier mal so als locker flockige Alle-Haben-Sich-Lieb-Veranstaltung darbietest ist knallharte Durchsetzung von Interessen.
    Die Menschen KÖNNEN nicht teilnehmen, sie MÜSSEN. Es bleibt ihnen keine andere Wahl mehr in diesem Moment, so sie denn nicht verhungern wollen. Ob man sie denn auf dem Markt dann braucht, so sie sich dann anschicken daran teilzuhaben, ist nochmal eine ganz andere Frage, auf die Du wiederum keine Antwort gibst.
    Deine Glaubensbekenntnisse kannst Du Dir im übrigen stecken. Wir sind hier nicht in der Kirche. Du redest von Ideologie und erzählst hier dauernd, dass dieses und jenes „nunmal“ so sei. Das was DU tust, ist Verbreitung von Ideologie. Ein Beispiel:

    „Zu handeln, zu wirtschaften und zu tauschen ist eine natürliche Folge der Bedürfnisbefriedigung, auf die Menschen Wert legen.“

    Woher nimmst Du das? Wer sagt denn, was „natürlich“ ist? Was soll „natürlich“ denn überhaupt sein?
    Gehen wir doch mal Weg davon, was sich bei Dir und vielen anderen vielleicht in der Phantasie sich abspielt und schaun uns an, was rational und logisch ist.

    Du sprichst von Bedürfnisbefriedigung. Wäre es nicht logisch, wenn ich Bedürfnisse habe, dass ich mich dann einfach zusammensetze und man gemeinsam versucht einen Weg zu finden, eben diese Bedürfnisse zu befriedigen? Es ist doch irrational, dass wenn ich was zu Essen haben möchte, dann muss ich Stühle baun. Irrational ist es auch, warum der Acker vor meinem Haus, der mich gut ernähren könnte, jemand anderes „gehört“ und mir verboten ist, ihn zu bestellen. Stattdessen wird dort Baumwolle angebaut, während ich nun hungern muss. Da hat man dann offenbar einen Interessensgegensatz. Und der kommt daher, dass es Privateigentum gibt.

    Deine Antikommunistische Propaganda kannst Du Dir übrigens sonstwohin stecken. Wir haben sie zur Kenntnis genommen, es interessiert sich offenbar niemand dafür. Take it or leave it.

  24. 24 zeank 10. Mai 2007 um 19:53 Uhr

    „Wenn Menschen davon ausgeschlossen werden, dann nicht weil sie arm sind.“

    Das hat doch niemand behauptet. Die Behauptung ist einfach und banal andersrum: Die Menschen sind arm WEIL sie vom Markt ausgeschlossen sind. Sie haben ihm nichts anzubieten, womit sie teilnehmen könnten. Oder andersgesagt: Der Markt braucht sie auch ganz offenbar nicht, weder als Arbeitskraft, noch als Warenlieferant, noch als Konsumenten.

  25. 25 Perspektive2010 11. Mai 2007 um 0:11 Uhr

    Mal etwas anderes an alle Leser und Schreiber dieses Blogs: Ich fände eine medienwirksame Aktion am INSM-Bunker am Kölner Rheinufer oder bei Bertelsmann in Gütersloh nicht schlecht, da die Bertelsmann-Stiftung ja nicht unerheblichen Einfluß auf die Politik Gerhard Schröders genommen haben soll, vor allem bei der Agenda 2010 inkl. Hartz IV: http://www.wno.org/newpages/eco33.html

    Smoke them out!

    Gruß

    Alex

  26. 26 Gladio 11. Mai 2007 um 1:06 Uhr

    @Analyser

    Sie verstehen es einfach nicht, weder in der DDR noch in der SU oder sonstwo im Ostblock gab es den Kommunismus, den Marx meinte. Die „echten Kommunisten“ waren die ersten, die Stalin beseitigen ließ.

    Das Problem bei Marx ist eben, daß er den Kapitalismus zwar trefflich analysiert hat und auch die Notwendigkeit des revolutionären Umsturzes aber sich über die Zeit danach weitgehend ausgeschwiegen hat. Dadurch ließ viel Platz für Interpretationen, den z.B auch Wahnsinnige wie Stalin oder Pol Pot ausfüllten.

    Es ist leider Fakt, daß im Namen des Kommunismus unzählige Menschen ihr Leben verloren haben, aber die eigentliche Idee wurde missbraucht, wie der Glaube von kirchlichen Institutionen im Mittelalter.

    Die eigentliche Idee des Kommunismus ist die Gleichheit der Menschen in ihrer Individualität getreu dem Motto: „jeder nach seinen Fähigkeiten und jeder nach seinen Bedürfnissen“. „Gleichmacherei“ ist damit nicht gemeint.

  27. 27 Analyser 11. Mai 2007 um 2:44 Uhr

    @zeank: Du bist in deinem Leben in erster Linie immer für dich selbst verantwortlich. Das zeichnet dich als Individuum aus. Daher kann dich auch niemand zwingen, an irgend etwas teilzunehmen. Doch dann hast du auch keine Ansprüche gegen andere, du hast kein Recht, andere zu zwingen, dich für das Nichtstun durchzufüttern. DAS ist letztendlich menschenverachtend und zutiefst ungerecht.

    „Du sprichst von Bedürfnisbefriedigung. Wäre es nicht logisch, wenn ich Bedürfnisse habe, dass ich mich dann einfach zusammensetze und man gemeinsam versucht einen Weg zu finden, eben diese Bedürfnisse zu befriedigen?“

    Das steht dir doch frei. Und zwar in unserem Rechtstaat, du kannst eine GbR gründen und mit jeden kooperieren, wie es dir beliebt, und wie ihr euch einig werdet. Ihr könnt auch eine Kommune bilden, wo jedem das Gleiche zugeteilt wird. Viel Spaß dabei, niemand hindert dich daran.

    @Gladio: Marx hat den „Kapitalismus“ überhaupt nicht vortrefflich analysiert, sondern sich in mehreren Punkten fatal geirrt, Zwangsläufigkeiten postuliert, die nie eingetreten sind, und Entwicklungen festgeschrieben, die tatsächlich religiösen Charakter hatten: sie waren letztendlich eine Glaubensfrage.

    Die Auflösung von Angebot-, Nachfragestrukturen etwa zerstört gleichzeitig eine riesiges und komplexes Informationssystem, das blitzschnell auf Veränderungen reagieren kann. Dafür entsteht ein monolytischer, bürokratischer und inflexibler staatlicher Steuerungsapparat. Daher wird es den Menschen in einer Planwirtschaft, selbst wenn sie dieser jemals freiwillig zustimmen sollten, immer schlechter gehen als in Marktwirtschaften. Sie werden wie in der DDR beim Brotholen lange Schlange stehen, Bananen alle Jubeljahre kaufen können und auf ein Telefon und andere begehrte Produkte 10 Jahre warten.

    Man kann zudem eine Ideologie wie dem „Kommunismus“ nicht reinsprechen, wenn alle Versuche de fakto gescheitert sind, ihn zu installieren und alle Varianten zu Gewalt, Repression, Diktatur und Willkürmord geführt haben. Irgendwann ist Schluss mit dem Experimentieren und man sollte einsehen, dass es nicht funktioniert. Sonst könnte auch ein Nazi daherkommen und sagen, dass der Nationalsozialismus nur missbraucht wurde („War Hitler etwa Sozialist?“), denn er habe doch auch seine gute Seiten gehabt usw.

    Nein, der Fehler bei Marx fängt schon mit dem Gewaltprinzip an. Eine Ideologie, die sich darauf stützt, KANN nur die falschen Anhänger anziehen.

    Da nützt es auch nicht, davon abzulenken und auf eine fromme, „eigentliche Idee“ des Kommunismus umzuschwenken, die doch nur IHRE spezielle Interpretation ist bzw. Rosinenpickerei.

    Da wäre es aufrichtiger, eigene Modelle und Lösungen zu entwickeln, anstatt den Marx-Murks als Bibel auszuwählen.

  28. 28 zeank 11. Mai 2007 um 9:28 Uhr

    @Analyzer: Tut mir leid, aber auf dem Niveau diskutier ich nicht weiter, da ist mir meine Zeit zu schade (Ja, ich muss arbeiten, Kosten/Nutzen-Rechnung, wissen schon …). Für mich bist Du einfach ein Troll, der nicht lesen kann oder will. Also bis denne!

  29. 29 blub² 11. Mai 2007 um 15:51 Uhr

    hier sieht man, dass ein forum vielleicht wirklich sonnvoll wäre, um über hintergründe und basiswissen zu disskutieren. ich denke man sollte blogkommentare nicht mit solchen diskussionen belasten.
    trotzdem würde mich interessieren, analyser, was du als ursache für die von der welthungerhilfe genannten probleme siehst. auch korruption usw. haben hintergründe. reiche regierungen vergeben über weltbank/iwf usw. kredite mit wucherzinsen an 3.-welt-länder und knüpfen daran bedingungen wie den aufbau von infrastruktur, privatisierung, verbesserung der standorte.. nun investieren transkontinentale konzerne wie z.b. nestle in den ländern. die bedingungen sind natürlich ideal. daran profitieren unternehmen und industriestaaten. es besteht kein grund, abgesehen von ethischen, den zustand zu verändern… ich gebe zu, dass das thema sehr komplex ist, und ich hoffe ich wiederhole nicht irgendwas was ihr schon vor mir geschrieben hattet, aber ich kann allen das buch „Das Imperium der Schande“ von Jean Ziegler (UN-Sonderberichterstatter für Nahrung) empfehlen, wenn es um das thema 3. welt geht.

  30. 30 Anonymous 11. Mai 2007 um 17:04 Uhr

    Wenn Unternehmen investieren, profitieren alle, Arbeitnehmer, Arbeitgeber, der Staat durch Steuern, die Konsumenten durch Produkte. Wichtig ist, dass Spielregeln eingehalten werden, die letztlich dem Allgemeinwesen dienen, z.B. Umweltschutz oder lauterer Wettbewerb.

    Investitionen und Unternehmen aber an sich und als solche abzulehnen, weil sie nicht in das ideologische Raster einer kommunistischen Weltordnung passen, hilft gar keinem, nur den persönlichen Revolutionsfantasien der Betroffenen.

    Zum Gewaltbegriff von Marx und Teilen der Anti-G8-Bewegung hat heute der Spiegel schön kommentiert:

    „Man weiß, dass man das G-8-Treffen nicht verhindern, wahrscheinlich nicht einmal wirklich behindern kann. Aber für Fernsehbilder vom lodernden „revolutionären“ Widerstand gegen die „imperialistische Weltherrschaft“ von Merkel, Bush & Co. reicht es allemal. Und wer weiß, wer da noch alles mitzündeln will von nah und fern.“

    „Man montiert, so wörtlich, „die Anti-RAF-Kampagne“ der letzten Wochen mit der G-8-Razzia zu einem verschwörerischen Gesamtkunstwerk, und fertig ist der gute alte Begriff von der „Kriminalisierung“ der gesamten Protestbewegung. Klar wie Christian. Soll heißen: Wieder einmal, wie früher in den siebziger und achtziger Jahren, wird der legitime demokratische Widerstand gegen die zerstörerischen Pläne des globalen Kapitals als kriminelle Handlung desavouiert. Dieser Logik schließen sich Linkspartei und Grüne, die eben noch an der Seite des lupenreinen Demokraten Gerhard Schröder zu den G-Teilnehmern gehörten, weich gespült und wohlfeil an.“

    Die „Gewaltfrage“ aber, die ihn in der politischen Kontinuität von 1968 stets begleitet hat, ist bis heute virulent, auch wenn es die einst einflussreiche „neue Linke“ und ihre luzide Unterscheidung zwischen „Gewalt gegen Sachen“ und „Gewalt gegen Personen“ nicht mehr gibt.

    „Es stimmt wohl: Wahrscheinlich lernt kein Mensch tatsächlich aus der Geschichte. Aber vielleicht sollte man eines verstanden haben: Sich, wenn möglich, gar nicht erst in die Schützengräben eines imaginierten „weltweiten Widerstands“ eingraben, der mit seinem radikalen Vokabular wirksame Veränderungen der Realität nur vortäuscht. In Wahrheit wendet er nur die Aspirin-Methode an: Mehr hilft mehr, mehr Radikalität, mehr Militanz, mehr Gewalt, mehr deutsche Unbedingtheit, mehr ritualisiertes Ich-bin-dagegen-Gehabe. Genau das ist der Sinn der suggestiven „Kriminalisierungs“-Rhetorik. Wie ein Lasso soll sie auch jene einfangen, denen eine Tablette eigentlich reicht.

    Der Rest vom Protest sind gute Argumente im politischen Streit.“

  31. 31 Anonymous 11. Mai 2007 um 17:05 Uhr
  32. 32 widerspruch 11. Mai 2007 um 19:18 Uhr

    hier wird so getan als würden wir in einer gewaltfreien gesellschaft / staat leben…

    was schafft sich der staat nicht alles an um dieses prinzip des privateigentums zu schützen bzw. jeden, der gegen die gesetze verstößt einzuknasten, zu bedrohen---
    wofür sind denn die ganzen waffen, polizisten, juristen militär politiker und so weiiter da???
    die üben gewalt aus -
    gewalt.

  33. 33 Richard 12. Mai 2007 um 14:52 Uhr

    @Anonymous:

    Du bist in deinem Leben in erster Linie immer für dich selbst verantwortlich. Das zeichnet dich als Individuum aus. Daher kann dich auch niemand zwingen, an irgend etwas teilzunehmen. Doch dann hast du auch keine Ansprüche gegen andere, du hast kein Recht, andere zu zwingen, dich für das Nichtstun durchzufüttern. DAS ist letztendlich menschenverachtend und zutiefst ungerecht.

    Wie gut, dass die Rechnung von Leistung und Ertrag in der Marktwirtschaft so herrlich aufgeht. Wäre ja auch absurd, wenn diejenigen, die am härtesten schuften am wenigsten verdienten und die bequemsten Jobs am meisten abwerfen würden. Müsste man sich mal vorstellen, was wäre, wenn man tatsächlich durch eine Art universelles Zugriffsmittel die Produkte der Arbeit anderer so mir-nichts-dir-nichts aneignen könnte, wenn man einfach nur „sein Geld arbeiten“ – also andere durch den geschickten Einsatz desselbigen schuften – lassen könnte oder einfach bloß durch das Ausschlussrecht auf ein Stück Land und die Ausnutzung eines Bedürfnisses danach ein schönes Einkommen zu erzielen wäre.

    Kommts Dir irgendwie bekannt vor?

    p.s. Falls sich jemand anders über dieses seltsame Ding und den Ausschluss, der die Teilnahme an seiner Ökonomie begleitet, schlau machen will, dem sei folgende Schrift empfohlen:
    Das Geld – Von den vielgepriesenen Leistungen des schnöden Mammons, GegenStandpunkt Verlag, ISBN 978-3-929211-11-5, Vorwort und Inhalt unter:
    http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/geld/gsgeld_i.html

  34. 34 marvin 12. Mai 2007 um 22:26 Uhr

    Das Geld – Von den vielgepriesenen Leistungen des schnöden Mammons …

    Seht Euch lieber das hier an:
    http://video.google.de/videoplay?docid=6433985877267580603
    Ein sehr guter Crash-Kurs, auch hervoragend zur Verbreitung geeignet (leider bislang nur Englisch m.U.).
    marvin

  35. 35 Perspektive2010 13. Mai 2007 um 18:32 Uhr

    @Widerspruch:

    Wir leben in einer extrem gewalttätigen Gesellschaft, allerdings herrscht vor allem strukturelle Gewalt, die nicht einzelnen Personen zuzuordnen ist. Ich habe darüber auch kürzlich etwas geschrieben: http://www.perspektive2010.de/blog/2007/05/08/aus-struktureller-gewalt-wird-konkrete-gewalt/

    Gruß

    Alex

  36. 36 Frank 13. Mai 2007 um 20:17 Uhr

    Hallo Leute,
    die „Geld-oder-Leben“-Aktion war Spitze, aber die geforderte und dringend notwendige „neue freie Bewegung“ sollte nicht wieder dieselben Fehler wie alle anderen zuvor machen:
    - sich in das vorgefertigte Links-Rechts-Schema der Manipulierer brav einordnen und damit über kurz oder lang über sinnlosen Etiketten und Wortklaubereien zerstreiten und spalten
    - sich ideologisieren lassen (Kommunismus ist gut, Kapitalismus ist Mist oder umgekehrt, welche Fahne hast du usw.)
    - sich von Problemlösungen ablenken lassen (z.B. durch politische Diskussionen und „Talk-Shows“, die harmlos weil ergebnislos bleiben)
    - durch Streben nach Mainstream-Medialität, weil die Vermittlung durch die manipulativen Einheitsmedien das Ende der ursprünglichen Botschaft ist und nicht die gewünschte Veränderung, sondern nur ein BILD der gewünschten Veränderung bringt, mit dem man sich dann zufrieden gibt
    - nicht wieder anfangen, in einem kaputten System, das man eigentlich ersetzen will, mitzuschwimmen, indem man Parteien, Vereine usw. gründet, weil diese in kürzester Zeit durch Macht (Posten, Sitze, Einfluß usw.) und Geld (Diäten, Spesen, Dienstreisen, Fördermittel, Zuschüsse usw.) korrumpiert werden
    Zum Thema „Links-Rechts-Spiel“ hab ich mal ein paar Gedanken auf meiner Seite zusammengefaßt, wer lesen will, bitte hier entlang:
    www.equinox-net.de/wp/10-04-2007/das-grosse-rechts-links-spiel/

  37. 37 MARCELLA 14. Mai 2007 um 1:39 Uhr

    Hey Geld oder Leben!
    Ja, ich verstehe genau was ihr meint. Ist auch gut zu sehen, dass sich wer was traut und so. Aber leider fuehren Debatten ueber „das System“, „die Wirtschaft“ oder aehnliches zu nichts. Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung. Und wisst Ihr warum? Ich sags euch, auch wenn ihr mir nicht glauben werdet (und das ist ehrlich kein Zynismus oder Sarkasmus): wegen den Menschen selbst. Es ist das „menschliche“ in den Menschen, das Boese, das Gierige, das Schlechte, das Sture, dass so tief in uns allen verwurzelt ist, dass es nur manche Leute (so welche wie ihr es seid, und das sind vielleicht 15, 20%, sicher nicht mehr) mit grosser Muehe und Anstrengung, mit Erziehung, Bildung, Werten und mit Zielen bis zu einem gewissen Grad ablegen koennen. Wir, die wir zu diesen 15% gehoeren, koennen dagegen nichts tun, was immer wir auch versuchen und wir muessen diesen Zustand fuer immer mitansehen ohne dass wir daran etwas aendern koennten. Das ist der Fluch der Wissenden.

  38. 38 Perspektive2010 14. Mai 2007 um 3:58 Uhr

    @ Marcella:

    Das Böse, Gierige und Schlechte ist nur in wenigen Menschen wirklich verwurzelt. Das sind diejenigen, die heute Macht, Einfluß und Reichtum haben. Bei den restlichen Menschen ist es eher so, dass man aus Zwang mitmacht. Es herrscht Kampf um Existenz und Ressourcen. Wer es schafft, den Kampf zu beenden, beendet auch, dass sich so viele Menschen blenden lassen, sie böse, gierig und schlecht sind. Und die wenigen, die verbleiben – sorry, wenn sie sich überhaupt nicht ändern wollen, müssen sie eben gehen oder gegangen werden. Auf einen anderen Planeten oder wohin auch immer.

    Gruß

    Alex

  39. 39 Manuel Huss 14. Mai 2007 um 11:08 Uhr

    Hallo und Glückwünsche aus Luxemburg! Eure Aktion ist vorbildlich!
    Ich habe euch auf sokrates.lu verlinkt. Dabei handelt es sich um ein (noch) reines Internet-Projekt, das über allmögliche Missstände berichtet. Es richtet sich zwar eigentlich nur an Luxemburg, aber wens intressiert, kann ja mal reinschaun. Hier eine kleine Beschreibung: http://www.sokrates.lu/?q=node/29

  40. 40 TheFan 14. Mai 2007 um 12:37 Uhr

    Glückwunsch zur Aktion, Kontext relativ ich fands einfach cool.

    Zur Lösung der Problematik (sämtlicher ;) .
    Der Mensch ist das Problem, jeder einzelne und auch gleichzeitig die mögliche Lösung!
    Handle ich nicht egositisch, verweigere ich mich ausbeutenden Strukturen und es wird funktionieren.

    Das Marktwirtschaftliche System hat grandiose Vorzüge, ich mag es jedoch nicht weil es ebenso Menschen ermöglicht ihre egoistisch bezogene Weltperspektive auszuleben (Geld = Macht = Machtvergrösserung).

    Prinzipiell bin ich fest davon überzeugt dass es eine Frage ist ob genug Menschen anfangen bewusst zu denken und leben. Dann wird es keine Konzerne wie KockaKhola oder PritischBetrolyom geben.
    Fuck them and their greed (the people ;) .

    Aber nochmal es sind die Menschen, keine Unternehmen, keine Systeme, Menschen die Besitzer der Unternehmen und Aktien sind und egoistisch Handeln (können durch andere Menschen).

    Wir sind es, wir alle, ich und du!
    Und wir können es auch ändern.

  41. 41 Markus 14. Mai 2007 um 19:43 Uhr

    Alle Aktionen die auch nur ein paar Menschen daran erinnern dass unsere Gesellschaft nicht zum Stillstand verurteilt ist, sondern dass es hingegen auf die Visionen und Utopien jedes einzelnen von uns ankommt um etwas Neues, Besseres, Menschlicheres zu schaffen sind eine Hoffnung an sich!

    Gruesse aus Italien
    Markus

  42. 42 Liegerad-Andreas 15. Mai 2007 um 1:18 Uhr

    Hallo,

    ich wünsche Euch (und besonders Euren Zielen) Erfolg. Aber ich fürchte, der Mensch als solches steht dem entgegen. Die Lust auf materielle Werte ist nicht nur durch Reize entstanden, sondern ein Wesenszug. Am Ende siegen Primärreize und die Vernunft bleibt auf der Strecke.

    Trotzdem: Macht weiter! Schadensbegrenzung ist besser als nichts.

    Andreas mit dem Liegerad

  43. 43 dot 15. Mai 2007 um 11:33 Uhr

    nur was keinen sinn hat, muss erst welchen machen.

    .

  44. 44 Peter Schaefer 15. Mai 2007 um 16:16 Uhr

    Hallo!

    Auch ich möchte davon abraten, in pauschale Systemdebatten zu verfallen. Denn so ist zum Beispiel der Erfolg von Kommunismus als auch Kapitalismus immer mit der zugrunde liegenden Kultur verknüpft. Und so verwundert es auch nicht, das im machtorientierten Russland, das den Wert des Individuums traditionell als sehr gering ansetzt, weder Feudalismus, noch Kommunismus gut funktioniert haben, bzw. der Kapitalismus es jetzt tut.

    Und das bringt uns zu einem wichtigen Punkt. So können z.B. die Verhaltensweisen mancher Großkonzerne relativ gut auf eine Sklavenhaltermentalität zurückgeführt werden. (Siehe auch
    http://sozialliberal.wordpress.com/2007/01/22/der-traurige-aufstieg-amerikas-zur-hauptquartierswirtschaft/)
    Denn mit der Ölkrise hat sich wirtschaftliche und auch politische Macht in den USA in Richtung Ölkonzerne und damit nach Texas verlagert. Diese Entwicklung ist bedauerlich, es gibt in Amerika aber auch andere Traditionen.

    Das es auch anders geht, zeigt zum Beispiel der Weg Japans (siehe
    http://sozialliberal.wordpress.com/2007/02/18/im-netz-entdeckt-japans-dritter-weg/)
    Immerhin müssen die Japaner durch hochkomplexe Produkte überzeugen, was eine ganz anderes gesellschaftliches Miteinander voraussetzt als die Verwaltung von ein paar Ölquellen.

    Letztendlich ist die Verteilung der Lebenschancen eine Frage der real existierenden Institutionen, welche das Ausüben von Macht und ökonomischer Energie regeln. Und besteht, wie z.B. auch Joseph Stiglitz in „Die Chancen der Globalisierung“ schreibt, ein Machtvakuum auf internationaler Ebene, welches dazu führt, das einige Großkonzerne vor allem in den Entwicklungsländern recht schäbige monopolistische Praktiken durchsetzen können.

    Hier muß etwas getan werden (und es tut sich ja auch etwas, denn China, Indien und Brasilien gehen, wie auch Japan, schon seit einiger Zeit den nichtamerikanischen Weg).

    Auch sollten die Auswirkungen von Globalisierung und Hochtechnologie auf die Verwirklichungschancen in den Industrieländern diskutiert werden, was zu Massnahmen wie Bürgergeld, einer stärkeren Rolle des Staates oder auch zu Mindest- oder Kombilöhnen führen sollte.

    Ich bin also für Reformen im System, welche Machtausübung besser kontrollieren und Verwirklichungschancen besser verteilen, aber nicht für einen Rückfall in ideologische Polemik.

    Peter Schaefer

    http://sozialliberal.wordpress.com

  45. 45 Dominik 17. Mai 2007 um 13:34 Uhr

    habe gerade von eurer aktion auf heise.de gelesen. großes großes lob und respekt!! find ich wirklich spitze wie sich an allen ecken konstruktiver widerstand formiert und vernetzt!!

  46. 46 paule 18. Mai 2007 um 13:51 Uhr

    Eine Partei die sich ganz dem Gedanken der weitestmöglichen Volksabstimmungen in der Politik widmet. Das fehlt eigentlich noch in Deutschlandl.

    Gruß

  47. 47 Franz 18. Mai 2007 um 21:19 Uhr

    Ein „klassischer Text“ und doch wie neu geschrieben zu „Geld oder Leben“, dort (auch schon 2005):
    8bitte nicht durch die Überschrift ablenken lassen, es geht denke ich auch ohne den alten Begriff ;-)
    http://www.freitag.de/2005/21/05212302.php

    Eine Rosine daraus:
    Das Gewinnmotiv ist in Verbindung mit der kapitalistischen Konkurrenz für Instabilität in der Akkumulation und in der Verwendung des Kapitals verantwortlich, und dies bedeutet zunehmende Depressionen. Unbegrenzte Konkurrenz führt zu einer riesigen Verschwendung von Arbeit und zur Lähmung des sozialen Bewusstseins von Individuen …
    Diese Lähmung der Einzelnen halte ich für das größte Übel des Kapitalismus. Unser ganzes Bildungssystem leidet darunter. Dem Studenten wird ein übertriebenes Konkurrenzstreben eingetrichtert, und er wird dazu ausgebildet, raffgierigen Erfolg als Vorbereitung für seine künftige Karriere anzusehen.

  48. 48 jacontho 19. Mai 2007 um 19:11 Uhr

    Hi Leute.
    bevor ich mich hier in Lobhudeleien ergehe oder irgendwem Honig ums Maul schmiere, möchte ich eigentlich bloß sagen, dass ich seit langem mal wieder das Gefühl hatte, dass etwas in dieser Wachträumer-Republik passiert. Ich Würde mich nur zu gern beteiligen, sitz aber mit meinem Studium in Tübingen fest.
    Falls es etwas zu tun gibt, lasst es mich wissen

    Ich grüß euch aus vollem Herzen!!!

    jacontho

    P.S.: Lasst uns nicht die Fehler wiederholen, die ähnliche Bewegungen in den letzten vier Jahrzehnten gemacht haben… Ich freue mich auf einen Scharfen Sommer und einen Heißen Herbst!!!

  49. 49 su 20. Mai 2007 um 21:13 Uhr

    Ihr habt einige interessante Ideen, eurem (anscheinend) Primärziel der Direktdemokratie kann ich nicht zustimmen:
    In Wirklichkeit ist das Volk einfach zu dumm dafür. Schaltet einfach mal den Fernseher außerhalb der Hauptsendezeit ein, und zappt etwas. Überlegt euch dann, das das, was ihr gerade gesehen habt für den Hauptmarkt produziert wurde, das ihr das gesehen habt, was die Leute wollen. Würdet ihr solchen Typen die Macht geben?

  50. 50 paule 21. Mai 2007 um 14:13 Uhr

    Zur Erinnerung:

    Art. 14 GG

    (1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.

    (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

    (3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

    Reform: Eigentum

    Thema ERGÄNZEN

    Art. 15 GG

    Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art. und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden. Für die Entschädigung gilt Artikel 14 Abs. 3 Satz 3 und 4 entsprechend.
    ===

    Na geht doch, die Basics sind eigentlich vorhanden.
    Erbschaftssteuer für sehr große Vermögen sehr stark anheben. Energie, Banken, Bahn und Fernsehen verstaatlichen.

    Langt fürs erste…

  51. 51 Perspektive2010 23. Mai 2007 um 22:42 Uhr

    Eigentlich wäre es an der Zeit für einen Generalstreik als friedliche Variante einer Revolution. Forderungen:

    - direkte Demokratie (Volksabstimmungen bei wichtigen Entscheidungen)
    - bedingungsloses Grundeinkommen
    - Verhinderung und Rückgängigmachung von Privatisierungen von Volkseigentum (Telekom, Energie, Bahn, sozialer Wohungsbau etc.)

    Der Spätsommer / Herbst wäre dafür sehr gut geeignet, wenn es nicht mehr so heiss ist und mancher erst aus dem Urlaub kommt, also eine gewisse Zeit aus dem Hamsterrad draußen war.

    Gruß

    Alex

  52. 52 Stephan 24. Mai 2007 um 19:48 Uhr

    @SU: Ich denke du hast da etwas falsch verstanden! Es geht nicht darum irgendwelchen „Typen die macht zu geben“, sondern einen innovativen Diskurs in der Gesellschaft zu erzeugen.
    Ich kann deine Bedenken nachvollziehen und ich streite nicht ab, dass es Menschen gibt, die nicht in der Lage sind über ihren Stadtteil hinaus zu denken. Jedoch bin ich der Überzeugung, dass die Mehrheit der Menschen fähig ist über Dinge, die sie direkt angehen zu diskutieren und Lösungen zu erarbeiten, wenn ein Rahmen dafür existiert. In der heutigen Zeit existiert dieser Rahmen nicht, was es schlicht bequemer macht, den Fernseher dem gesellschaftlichen Diskurs vorzuziehen.

    weiterhin möchte ich mich jacontho anschließen: das gleiche Problem.

    Alles Gute und Grüße aus Greifswald

    Stephan

  53. 53 Meudalherr 27. Mai 2007 um 15:33 Uhr

    @ Perspektive 2010:
    Du forderst das bedingungslose Grundeinkommen – dieses würde jedoch je nach Modell unter Umständen die Arbeitgeber deutlich entlasten. Also man sollte im Zusammenhang mit dem Grundeinkommen immer auch auf die Kritik am bedingungslosen Grundeinkommen hinweisen.

  54. 54 otti 31. Mai 2007 um 18:26 Uhr

    Ein Leben, das nur bestimmt wird von Geld und Rendite, ist ein reduziertes Leben.
    Die Aktion am Reichtstag war prima!

  55. 55 Bernd Brincken 07. Juni 2007 um 15:50 Uhr

    „Du machst keinen Sinn nur Geld“ kann ich nicht unterschreiben.
    Es gibt viel zu Verbessern in Dt, und aktuell ruft vor allem der Trend zum Überwachungsstaat nach politischer Aktion.

    Der Einzelne kann ja erstmal sehr wohl eine Mischung aus Geld-Projekten und nicht-Geld-Projekten verfolgen.

    Ob dann die Geld-Arbeiten wiederum gesellschaftlich keinen Sinn machen, bestreite ich auch. Geld ist ein symbolisches Medium, das Arbeitsteilung ermöglicht. Ich find es gut, dass jemand einen Pizzaofen, eine Waschmaschine, eine Werkstatt usw. betreibt und ich das nicht alles selbst machen muss.

  56. 56 Bikoholic 11. Juni 2007 um 1:04 Uhr

    Hallo – Wollte nur mal so meine Gedanken loswerden – Danke fürs lesen

    Deine Freiheit gibt es nicht
    >> Stimmt, niemad hier in „dieser Welt“ ist frei. Alle Menschen leben
    im kausalen Karma/Sünden-Kreislauf. Dem Kreislauf der Karmavergeltung, dies ist nun mal so. Wer glaubt er könne tun und lassen was er will, der erliegt einem Irrtum, diesem Irrtum können nur Nichtgläubige erliegen! Für alle schlechten Taten muß man zahlen.
    Leider wissen die meißten nicht mehr was richtig und falsch ist!

    Du machst keinen Sinn, nur Geld
    >>In diese Welt gefallen, gibt es nur einen Sinn – wieder heraus zu kommen, aus dem Kreislauf der Karmavergeltung – dies nennt man Erlösung. Gab es nicht schon welche die hier waren, um Menschen zu erlösen. Wer glaubt dies heute noch?
    Dies zu erkennen hat nichts mit Intelligenz zu tun – sondern mit Erleuchtungsfähigkeit.
    Welchen Lebensweg man dabei zu gehen hat hängt von den Sünden in allen Leben ab und wie er dann von einer Gottheit für den Menschen festgelegt wird, zur Vergeltung der Sünden. Wenn man ein guter Mensch war, dann kann man dies gesammelte Gute eintauschen, gegen viel Geld und reich werden oder eine hohe Position bekommen. So ist das nun mal.

    Aus dem Lebenslauf springen
    Der Lebenslauf des Menschen ist festgelegt – Geboren werden, alt werden, krank werden, sterben – nächste Reinkarnation. Aussteigen ist nur durch die Erlösung möglich und dies heißt Kultivierung. Man benötigt so zu sagen eine Anleitung, einen Weg und einen Meister. Das Leben ist nun mal Karmavergeltung der vorherigen Leben. Natürlich möchte es jeder leicht, bequem, angenehm,.. haben, aber kann dies sein, nach all dem was wir schon getan haben? Die Menschen glauben einfach nicht mehr an die Gottheiten!

    Die Wünsche der Wirtschaft sind unantastbar
    Aber nur solange sie die Wünsche befriedigen können. Geld regiert die Welt oder doch eher die Gier, die Begierde nach Konsum, Geld, Reichtum, Ruhm, Macht. Wenn die Menschen keinen Konsum mehr wollen, was macht die Wirtschaft dann?
    Was wird aus der Gesellschaft wenn diese wieder gläubig wird und ihr Leben wieder dem Himmel widmet und vom falschen Pfad wieder auf den richtigen kommt? Wo bleibt dann der Konsumrausch, die Konsumverblendung, die Vernebelung durch Gier, Trägheit, Bequemlichkeit,……

    Wer bestimmt, wer der Gewinner ist ?
    Wir selbst durch unsere Taten und im Großen die Gottheiten im Himmel. Wer hat die Zügel in der Hand – die Menschen? Das wäre doch lächerlich – oder, so denken doch nur Ungläubige. Was richtig und falsch ist, daß bestimmen einzig und allein die großen kosmischen Gesetze – wer hat sie noch?
    Es gibt eine Aussage von Herrn Li Hongzhi: Der Mensch lebt nicht um Mensch zu sein, sondern um zum Wahren, zum Ursprung zurück zu kehren.

    Gegen ein Leben von der Stange
    Das hört sich nach Individualität und Freiheit an. Jeder Mensch ist individuell, einzigartig und frei in seinem handeln, aber nur in einer kleinen Bandbreite. Er kann sich jederzeit für gut oder schlecht entscheiden – jede Sekunde.
    Was ist Gut was ist Schlecht? In der heutigen Welt sehr schwierig. Werden doch alle Werte ständig verdreht, nicht eingehalten,….
    Der Urgrund des Universums ist Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht, also gut. Nach diesen Eigenschaften muß man sich richten, dann gleicht man sich dem Kosmos wieder an – so sagt es uns Meister Li Hongzhi und ich dankbar dies lernen zu dürfen.

    Geld oder Leben
    Die Wahrheit kostet nichts! Die Wahrheit hat nichts mit Ruhm, Macht und Reichtum zu tun – dies sind die irdischen Begierden. Wer diesen verfällt ist nicht auf dem richtigen Weg. Dies wissen die Menschen schon seit tausenden Jahren.

    Verbreitet es und setzt Zeichen in die Welt.
    GELDODERLEBEN
    In China wird ein guter Weg, der Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht beinhaltet grausam verfolgt. Die Anhänger von Falun Gong werden in Lagern gefangengehalten und dann bei lebendigem Leib seziert, damit man ihre Organe verkaufen kann. Helt ihnen und unterschreibt die Petitionen.
    Ein Boykott von Olympia wird immer lauter, bei diesen Menschenrechtsverletzungen in China. Wie kann Olympia nach der olympischen Charta in solch einem Land stattfinden – wegen des Geldes, der Gier, der Unwahrhaftigkeit, Unbarmherzigkeit.
    In China geht es den Memschen sehr schlecht. Im Vergleich dazu leben wir wie die Maden im Speck. Die Ungerechtigkeit, Grausamkeit und Willkürlichkeit der KPC ist nicht zu übertreffen.
    Sie lügen, sodaß die Balken nicht mehr biegen, sondern, daß sie schon lange zerbrochen sind. Und die Menschen sind immer noch nicht alle aufgewacht.
    Laßt uns diese Menschen retten, die für gelebte Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht sterben müssen, weil ein grausames System Angst hat ihre brutale Macht zu verlieren.

    Danke für euer Verständnis
    Andreas van der Meijden – Kaiserslautern
    http://organharvestinvestigation.net/
    http://www.neun-kommentare.info/
    http://www.falundafa.de

  57. 57 sundancer 05. April 2008 um 12:13 Uhr

    @Bikoholic
    „Wer hat die Zügel in der Hand – die Menschen? Das wäre doch lächerlich – oder, so denken doch nur Ungläubige. Was richtig und falsch ist, daß bestimmen einzig und allein die großen kosmischen Gesetze – wer hat sie noch?“
    das ist doch banal? Denn uns nimmt keiner, wirklich keiner, die Verantwortung für eigenes Handeln sowie existentiellen und ethischen Handlungen ab. Verantwortung lässt sich nicht abschieben.

    @ analyzer
    lies mal die Studie von den Arbeiter des Marienthals und erklär mir dann mal wie du mit Hilfe der früheren kapitalistischen Verhältnisse („Markt bedeutet erst einmal TEILNAHME. Tausche Leistung in Gegenleistung, Produkt in Gegenprodukt, Arbeitsleistung in Geld oder Gold, Geld oder Gold in Arbeitsleistung.“) Kinderarbeit, Massenarmut und Hunger erklärst, durch die dann erst der radikale Kommunismus entstanden ist.

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